phreneticus
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Der Mörder geht

Zur Zeit lebe ich bei einem ehemaligen Freier von mir. Sein Name ist Heinz und er ist Mitte Vierzig. Eigentlich lebe ich bei meinem Vater und seiner dummen Freundin. Mein Daddy ist cool aber er trinkt einfach zu viel. Wenn er sich dann mal so richtig abgef?llt hat, lie? er seine Wut immer an mir aus. Seine dumme Freundin, Melle, die er wohl nur f?rs Bett braucht damit ich nicht auch noch daf?r herhalten muss, scheint ihren Spa? an der Broken Home Schei?e zu haben. Geholfen hat sie auf jeden Fall nie. Wie auch immer. Ich habe da fast t?glich auf die Fresse bekommen... unwichtig. Auf jeden Fall hat Heinz mich vor einiger Zeit gefickt und sich bei mir mit dem HI-Virus angesteckt. Den hat er dann erstmal an seine Ex-Freundin Marlies weitergegeben. Diese Tatsache habe ich dann heute erfahren und ich hasse mich daf?r. Wenn ich mich nicht immer belabern lassen w?rde, dann w?rde Marlies nun nicht um ihr Leben bangen und sich schon neue Eltern f?r ihre kleine Tochter Cili suchen. Meine beste Freundin Anna sprach heute via Chat mit Marlies und die meinte gleich, dass ich hier weg soll weil Heinz ja auch hin und wieder mal gerne ?ber mich dr?ber rutscht. Also sollte Heinz mich doch so schnell es geht zu ihr bringen. Ich f?hle mich schon beschissen genug und dann soll ich der auch noch jeden Tag vor den Augen rumhampeln? Ganz sicher nicht. Ich meine... im Prinzip bin ich ein M?rder. Ihr M?rder! Ohne dass sie schon tot ist. Da ich hier nicht bleiben kann weil Heinz mich zu Marlies bringen w?rde hatte ich nicht viele M?glichkeiten wo ich hin kann. Ich k?nnte nach Hause gehen aber ich habe keine Lust mehr mich von einem Besoffenen verpr?geln zu lassen. Ich habe mich dann also f?r die Stra?e entschieden. F?r mich war es noch nie schwer einen Platz f?r die Nacht zu bekommen.
Im Moment bin ich bei einem Freier. Der ist eigentlich ganz cool. Nur schreckt ihn mein Fixateur, welchen ich am rechten Arm habe, etwas ab. Ich muss dann nun auch mal Ende machen.

-The Nightmare that wake me up in tears-
30.1.06 01:58


Minusgrade sind lustig


Heute habe ich gott sei Dank wieder einen warmen Platz zum schlafen gefunden. Ich hatte sogar das Gl?ck einen Schuss zu bekommen. Und f?r das Internetcaf? reicht das Geld auch noch. Ich weiss nicht mal was das hier soll. Ich meine, diese Adresse hier hat keiner (na gut mein Onkel - woher auch immer) also kann es auch keiner lesen. Soll auch keiner. Ich denke ich schreibe nur so f?r mich um irgendwann dar?ber zu lachen oder so....
Ich bin heute schin fr?h aufgestanden und so gut wie den ganzen Tag Bus gefahren. Von Endstation zu Endstation und wieder zur?ck. Das war nicht besonders spannend und ich bin sicher 90x eingeschlafen aber das war immernoch besser als die beschissene K?lte da drau?en. Vorhin habe ich an einer Apotheke gelesen, dass es unter Null ist. Mit meiner d?nnen Jacke ist das weniger witzig. Nachdem ein Busfahrer nach dem anderen die Schnauze voll von mir hatte bin ich zwei Stunden durch die Stadt gelaufen. In einer dieser Billig-B?ckerein hat mir eine der Verk?uferinnen Br?tchen und Brot geschenkt. Endlich mal wieder was zu Essen. Ausgekotzt habe ich das ausnahmsweise mal nicht. Mein Hals tut schon genug weh. Hm... ich w?sste gerne wieviel ich wiege. Als ich zu Hause war, waren es mal grade 48kg. Immernoch viel zu fett. Vielleicht h?tte ich nach dem Essen heute doch erbrechen sollen ?!
Ich habe sicher eine lange Zeit in der B?ckerei gehockt und mich ein bisschen mit der Verk?uferin angefreundet. Ihr Name ist Alexa. Sie meinte ich kann Morgen wieder kommen. Es w?rde im Notfall immer ein Br?tchen f?r mich ?brig sein. Sie hat mir sogar einen Kaffee gekauft. Eigentlich mag ich ja Kaffee nicht so gerne aber gegen die K?lte war er das beste Mittel seit langem. Als ich mich endlich wieder aufraffen konnte, suchte ich mir eine Telefonzelle um meine beste Freundin Anni anzurufen.
Sie klang so verlassen. So unsagbar alleine. Wir alle lassen sie im Stich - ohne, dass sie etwas getan hat was unseren Egoismus rechtfertigen w?rde. Sicher sie ist kein leichter Mensch und jeder hat seine Fehler aber ihre Fehler sind begr?ndet und nachvollziehbar. Ich bin ja selber nicht einfach und sollte daher wissen wie schwer es ist am Morgen aufzustehen. Wie schwer es ist, wenn man leben soll wo man sich doch so sehr eine Knarre an den Sch?del w?nscht... Ich habe ihr gesagt, dass ich keinen Kontakt mehr mit ihr halten kann da ich wieder dr?cke, anschaffe und nicht mehr nach Hause will. Ich kann ihr doch nicht noch mehr schaden. Sie gab mir zu verstehen, dass sie sich freuen w?rde wenn ich mich doch trotzdem weiter melde. Ich liebe sie. Sie ist so wundervoll. Ich mag sie gar nicht mehr missen und ich denke, dass ich eh wieder bei ihr ankriechen w?rde. Ich kann doch gar nicht ohne sie. Ich will das ja auch eigentlich gar nicht. Sie meinte auch, dass ich zu meinem Onkel Rainer soll. Das kann und will ich aber nicht. Ich will mit der ganzen Sippe nichts mehr zu tun haben. M?glicherweise ist mein Weg nicht der Richtige aber ich sehe im Moment keinen anderen.
Am sp?ten Nachmittag habe ich mich dann auf den Strich begeben. Ich h?tte mich gefreut wenn der Typ von gestern da gewesen w?re... war er aber nicht. Ich bin dann einen geraten, der nur schnell einen schnelle Fick im Hotel wollte. Er ist kein guter Ficker. Viel zu unsicher in allem was er tut. Er hat nicht mal das Gummi alleine dr?ber bekommen. Allerdings meinte, dass ich das Zimmer bis Morgen fr?h haben kann. Na das Angebot schlage ich doch nicht ab. Also ist diese Nacht im warmen gesichert. Und von dem bisschen Geld, dass ich noch habe kann ich mir vielleicht Morgen auch ein geiles Fr?hst?ck kaufen. So richtig meine ich... mit Toast und Ei und sowas.
Verdammt meine Zeit ist um.

-i can?t tell the sun from the moon-
30.1.06 21:01


we are the bastards that you created


Uhrzeit: 22:05 Uhr
Wetter: beschissen kalt
Status: im Arsch
Geschmack: Blut
Gewicht: so was um die 48kg rum
Gedanken: Leere.... unsagbare Leere

Heute war dann eher einer der Tage die mein momentanes Leben nicht ins positive Licht ziehen. Da ich schon um 8 Uhr aus dem Hotel musste hatte ich den ganzen Morgen pure Langeweile. Alexa hatte auch kaum Zeit und nach einem Br?tchen und einem Kaffee wurde ich wieder in die K?lte geschickt. Ich habe dann circa zwei Stunden bei Mc Donalds rumgehockt. Gegen Mittag habe ich dann einige Punks hier aus der Ecke kennen gelernt. Robin und Marc. Marc wird immer nur Mollewitz genannt und ich checke immer noch nicht wieso. Debbie habe ich heute auch getroffen. Sie hat nun einen Hund und als ich den sah w?re ich ja beinahe umgefallen. Meine kleine Macy die von meinem Vater rausgeworfen wurde ist nun ihr Hund. Mein Kater lebt auch bei ihr. Ich war ja echt geschockt. Ich hasse meinen Alten. Er weiss genau wie wichtig es mir ist Tiere um mich zu haben... gerade muss ich an meine Ratten und meine Hasen denken die ich bei Heinz zur?ck lassen musste. Zum Gl?ck liebt er Tiere und wird sicher gut f?r sie sorgen. Debbie tat es so leid, dass Macy nun bei ihr lebt, dass sie meinte, dass sie sich drum k?mmert, dass ich auch einen Hund bekomme. Die ?lteren Junkies h?tten immer einen Hund zu viel. Die Biester paaren sich bei denen ja wie irre. Nachdem ich mir einen Fick und einen anschlie?enden Schuss klar gemacht hatte, ging ich mit zu Debbie und lie? mir einen Iro rasieren. Ich denke nicht, dass ich damit bei den Freiern gut ankommen werde aber das juckt mich gerade nicht. Ich finde den Haarschnitt cool. In der kommenden Woche muss ich unbedingt zum Arzt. Meine Medikamente neigen sich dem Ende. Bei Debbie durfte ich dann auch noch ein paar Stunden schlafen und duschen. Das duschen hatte ich im Hotel ganz verrafft. Sie hat mir sogar Geld gegeben und meinte, dass ich heute bei ihr schlafen kann wenn ich nichts anderes finde. Allerdings musste ich vorher noch einen Freier finden. Das habe ich auch geschafft - ist nicht mal eine Stunde her. Der Typ war ja mal sau ekelig. Er wollte, dass ich ihn "Papi" nenne. Ich hasse solche perversen. Aber immer noch besser, dass sie das an mir auslassen anstatt sich dann mal wirklich an den eigenen Kinder zu vergreifen. Immer wenn ich mitten drin Schmerzen hatte und das dann auch durch Ger?usche oder so deutlich machte, h?rte er gleich auf und entschuldigte sich. Danach versicherte er fast 30 Minuten lang, dass er das mit seinem eigenen Sohn ja niemals k?nnte. Mich hat sein Gequatsche echt nen Schei? interessiert. Eigentlich wollte ich ihm f?r sein Gelaber noch mal Geld abziehen. Die Idee fand er dann aber weniger witzig und zack hatte ich eine sitzen. Ende der Jammer-Story ist nun eine kaputte Lippe und der st?ndige Geschmack nach Blut.
Whatever.... ich vermisse Anna, Wenni und Jule. Ich k?nnte gleich von dem bisschen Kleingeld mal Jule anrufen... oder es auch lassen. Ich sollte meine Anni anrufen. Sie scheint die einzigste zu sein die mich vermisst. Vielleicht l?sst mich Debbie auch telefonieren. Ich meine... also wenn ich da schon schlafen kann, kann ich da sicher auch kurz das Telefon missbrauchen. Ich muss nun auch los damit ich den letzten Bus zu Debbie noch bekomme.

-behind the smile of a thousand moms and dads-
31.1.06 22:33





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