phreneticus
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Tag 1
Am 27. Februar 2007 wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert. Nach der üblichen Blutabnahme, bei der festgestellt wurde, dass ich fit genug für die Chemotherapie bin, ging es dann los. Die Blutabnahme ist wichtig, damit man den Vorher-Nachher-Vergleich an der Anzahl meiner Blutzellen sehen kann.
Los ging es dann mit einer Spritze Navoban gegen Übelkeit. Die verschiedenen Medikamente der Zytostatika wirken anregend auf der Brechzentrum im Gehirn. Daher ist es also ganz praktisch, wenn man dieses eher ungewollten Nebeneffekt verhindern kann. Nach dieser Spritze wurde dann die eigentliche Zytostatika an meinen, eine Woche zuvor gelegten, Port angelegt. Vier Stunden lang tröpfelten nun Natriumchloridlösungen mit gelöstem Cyclophosphamid, Elomel, Natrium, Calcium, Magnesium, CL, Acetat und Lactat in mein Blut. Das war also Phase 1.Nach einer kleinen Schlafenspause und einem Anruf bei Anna ging es dann auch bald mit Phase 2 weiter. Bis dahin war außer Übelkeit und Taubheit in den Füßen nichts besonderes passiert.
Phase 2 bestand dann neben einer Spritze Doxorubicin, einem eigentlichen Antibiotikum, mit Etoposid, und Corticoide weiter. Den Abschluss des ersten Tages machten dann 4 Kapseln eines Mittels, dessen Namen ich vergessen habe.
Die Übelkeit an diesem Tag war mehr als unerträglich. Übergeben musste ich mich zum Glück nur einmal und das so was vor den Zytostatika in Tablettenform. Von meiner Müdigkeit, die ich den ganzen Tag über verspürt hatte, war am Abend leider nichts mehr übrig.

Tag 2
Irgendwann schaffte ich es trotzdem einzuschlafen. Und auch wenn ich sicher 10 Mal in der Nacht wach wurde, war ich am nächsten Morgen seltsam wach. Mein Arzt sagte mir später, dass das am gestern erhaltenen Kortison liegen würde. Er verglich es mit Speed glaube ich J. Großartig geholfen hatte der Wachmacher aber auch wieder nicht. Richtig wach traf auf mich den ganzen Tag nicht zu.
Die Behandlung am zweiten Tag, den 28. Februar 2007, begann wieder mit einer Spritze Navoban gegen die Übelkeit. Danach schoss „nur“ Etoposid durch meinen Port. Die restlichen Medikamente, Chemokapseln geschimpft, Kortison und ein magenschützendes Mittel konnte ich in Tablettenform einnehmen.

Tag 3
Am Morgen des 29. Februars 2007 wurden dann noch mal ein großes Blutbild gemacht. Der restliche letzte Tag meiner stationären Chemotherapie verging genauso wie der zweite Tag.
Am zweiten und dritten Tag hatte ich mich nicht mehr übergeben. Fieber oder ähnliches bekam ich auch nicht.

Also durfte ich am Freitagmorgen (so quasi jetzt) endlich wieder nach Hause. Zuhause musste ich dann noch weitere Medikamente nehmen.
Somit hatte ich also die erste Woche meiner Chemotherapie überstanden.
2.3.07 09:01


Gone with you children's dreams of pain ...

Ich dachte ich könnte es lassen.
Ich dachte ich könnte einfach nein sagen.
Ich dachte ich würde es schaffen.

Ich dachte es wird ganz einfach.
Ich dachte es tut nie mehr so weh.
Ich dachte es geht einfach vorbei.



And you know I have a hunger
for the cold and black
23.2.07 20:57


Mute atmosphere - I became - What I hate

[...ja ich weiß ich war lange still.... -.- ]

Vorgestern war es dann soweit. Am DI, den 20.02.2007 bekam ich in einem kleinen operativen Eingriff meinen Langzeitkatheter in Schlüsselbein Nähe implantiert. Nun habe ich also einen s.g. "Port" unter meiner Haut der mit einem Schlauch direkt mit meinem Herzen verbunden ist. Wozu der Müll? Ganz einfach. Durch die vielen Dorgen und die Magersucht sind meinen Adern/Venen ziemlich im Arsch. Da ich aber ab kommender Woche meine Chemotherapie bekomme, musste ne Lösung her. Deswegen nun der Port. In diesen wird dann ab dem 27.02.2007 mein Chemo-Cocktail gespritzt und der Schlauch leutet die aggressiven Medikamente direkt in mein Herz wo sie dann arbeiten sollen. Das Ganze soll dann dazu führen, dass mein Tumor kleiner wird und eine OP möglich ist.

Sonst hat sicher bei mir eher weniger getan... hm



[ .... This is how I delete myself .... ]
22.2.07 20:28


full of broken thoughts, I cannot repair

Der Gedanke, dass mein Vater unter der Erde von allen möglichen Viechern zerfressen wird. Immer wieder habe ich vor Augen wie winzige Marden und Würmer durch seine Augenhöhlen kriechen um sich in seinem verwesenden Gehirn ein Nest zu bauen um noch viel mehr Würmer zu produzieren.
Es ist nicht fair, dass er mich einfach alleine gelassen hat. Nun sitze ich hier alleine und bekomme einfach gar nichts mehr auf die Reihe. Nicht mal einkaufen oder kochen oder putzen... Morgen soll eine Betreuung kommen und mit mir hier aufräumen und putzen damit ich hier keine Schimmelfalle zurück lasse wenn ich am 6. November 2006 in die Klinik gehe. Ich könnte kotzen. Ich will da nicht wieder hin. Ich meine, was fällt Rainer und Josh denn eigentlich ein, dass sie mich einfach abschieben können. Wenigstens das hätte mein Daddy ja regeln können ehe er mich einfach im Stich lässt.
Das alles ist einfach noch total unwirklich für mich. Ich denke die ganze Zeit, dass es so eine Art schlechter Scherz oder so ist, das er gleich einfach durch die Tür kommt, das er nur bei Eva war - dass er wieder zu mir kommt und mich hält...

I hurt myself today,
to see if i still feel,
I focus on the pain,
the only thing that's real,
27.10.06 22:30


Jeah

LOL ... ach scheiße - ich öffne meinen Blog und was haben wir als Google Anzeige darüber?

"Unterhalten Sie sich mit ihrem Arzt über ihre Symptome und die verschiedenen Stadien Ihrer HIV Infektion" -.-
16.10.06 16:09


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